„Zurück in die Zukunft 4“ – Zeitreise ins 16. Jahrhundert – unsere WS gewinnt den ersten Landespreis

Beim diesjährigen Landeswettbewerb „Erinnerungszeichen – Erforsche die Geschichte und Kultur deiner Heimat“, der  unter dem Motto „Bayern um 1500 – Zeit für Neues?“ stand, gewannen drei Mädchen aus der Klasse 8c der Graf-Stauffenberg-Wirtschaftsschule den 1. Landespreis in der Kategorie Berufliche Schulen.

In einem feierlichen Rahmen wurde der Preis im Senatssaal des Bayerischen Landtags von Reinhold Bocklet, Vizepräsident des Bayrischen Landtags, und Elfriede Ohrnberger, Ministerialdirigentin des Staatsministeriums für Unterricht und Kultus, übergeben.

Preisverleihung Schülerlandeswettbewerb „Erinnerungszeichen“ am 03.07.2018 im Bayerischen Landtag in München. Fotos: Andreas Gebert/StMUK

Gruppenfoto im Senatssaal des Bayerischen Landtag (v.l.) Vizepräsident Reinhold Bocklet, Birgit Meierhöfer,  OStRin Beetje Neubauer, Alexa Döring, Darleen Hollfelder, Amira Halali und Ministerialdirigentin Elfriede Ohrnberger

„Bamberg meets Luther“ – so lautet der Titel der eigens für den Wettbewerb erarbeiteten Power-Point-Präsentation, bei der sich Alexa Döring, Amira Halali und Darleen Hollfelder  in ihrer Freizeit mit der Frage auseinandersetzten, ob die durch Martin Luther ausgelöste Reformation auch das Leben der rund 11.500 Bamberger im 16. Jahrhundert beeinflusste oder gar veränderte.

Dabei fanden sie heraus, dass es im Zuge des Bauernkrieges seit 1525 auch in Bamberg recht unruhig zuging. Aufständische richteten bei Hallstadt ein Lager ein, zerstörten die Domherrenhöfe und das Kloster Michael. Außerdem  plünderten sie, von Hunger geplagt, Vorräte, fischten Teiche leer und schlugen Holz in verbotenen Wäldern. Der Bauernschlächter Georg von Truchsess setzte hierbei ein grausiges Exempel und ließ 12 Aufständische hinrichten.

Herausgearbeitet wurde auch, dass der Erfolg und die Verbreitung der Reformation stark abhängig vom jeweiligen Fürstbischof waren. Während der Fürstbischof Veit von Würzburg (1561-77) Toleranz gegenüber dem evangelischen Glauben walten ließ, mussten unter Fürstbischof Neithard von Thüngen durch das Reiligionsmandat von 1594 alle Protestanten zur katholischen Kirche zurückkehren oder Bamberg verlassen.

Den Höhepunkt der Glaubenskriege stellte sicherlich die 1570 in Bamberg einsetzende Hexenverfolgung  dar. Ausgelöst durch die Bauernunruhen, aber auch durch eine damals  stattfindende Klimaveränderung, schlechte Ernten und Hungersnöte fand man in den Hexen geeignete Sündenböcke. Margaretha Behemer wurde in Bamberg 1596 erstes Opfer dieses Hexenwahns. Sie wurde bei lebendigem Leib verbrannt, weil sie sich angeblich mit dem Teufel eingelassen hatte.

Umrahmt wurden die Geschichtsforschungen durch die Kultfilm-Trilogie der achtziger Jahre „Zurück in die Zukunft“. In der fiktiven 4. Folge begeben sich die Protagonisten der Serie Marty Mc Fly und Doc Brown erneut auf Zeitreise und landen im Jahr 1599 in Bamberg. Um für die drei oben genannten Schülerinnen auf Spurensuche zu gehen.