WS-Schüler im Bayerischen Landtag

Wirtschaftsschüler diskutieren mit MdL Heinrich Rudrof

Schülerinnen und Schüler der Klassen 10 a und 10 c der Graf-Stauffenberg-Wirtschaftsschule waren am Mittwoch, den 28.10.2015 zusammen mit den Lehrkräften Martin Mattausch und Bernd Krügel zu einem Informationsbesuch ins Bayerische Wirtschaftsministerium sowie in den Landtag nach München eingeladen.

Im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie wurden die Teilnehmer von Regierungsrat Dr. Martin Schlotter herzlich begrüßt. Dieser referierte und diskutierte kurzweilig mit Hilfe einer Power-Point-Präsentation über die Zukunft der Arbeit aus wirtschaftspolitischer Sicht. In diesem Zusammenhang wurden wichtige Begriffe wie Internationalisierung, Globalisierung und Digitalisierung besprochen sowie die Trends der Individualisierung der Arbeit und die Notwendigkeit einer Work-Life-Balance besprochen. Dies geschieht vor dem Hintergrund von Zukunfts­auf­gaben – allen voran die Probleme bei der demografischen Entwicklung. So wird das Geburtendefizit immer größer. Davon sind praktisch alle Kommunen betroffen. In vielen Kom­munen wird dieses Geburtendefizit freilich durch Zuwanderung aus­ge­glichen oder so­gar übertroffen, in anderen dagegen nicht. So sind beispielsweise das östliche Oberfranken, das nörd­liche Unterfranken und die nörd­liche Oberpfalz vom Bevölkerungsrückgang besonderes betroffen, während die Ballungsräume München, Nürnberg-Fürth-Erlangen und Augsburg weiter wachsen.

Anschließend wurde der Bayerische Landtag besucht. Hier hatten die Schüler die Gelegenheit mit dem Abgeordneten des Stimmkreises Bamberg-Land, MdL Heinrich Rudrof, zu diskutieren. Heinrich Rudrof, 1955 geboren, gehört dem Landtag seit Mai 1996 an, wo er den Stimmkreis Bamberg-Land vertritt. Er ist Mitglied des Ausschusses für Fragen des öffentlichen Dienstes sowie für Staatshaushalt und Finanzfragen.

Die Schüler wollten natürlich auch wissen, wie man Mitglied des Landtags (MdL) wird. Heinrich Rudrof nannte neben seinem Interesse an seinem Beruf als Dipl.-Betriebswirt (FH) auch sein absolutes Interesse an der Politik als ausschlaggebend für seine politische Karriere. So wurde er mit 26 Jahren Mitglied der Jungen Union und war dort 6 Jahre Kreis- und 4 Jahre stellvertretender Bezirksvorsitzender. In der CSU ist er seit 1989 Mitglied in der Bezirksvorstandschaft Oberfranken und seit 1993 stellvertretender CSU Kreisvorsitzender.

Zur schulpolitischen Situation führte Heinrich Rudrof aus, dass die Wirtschaftsschule im großen Schulraum Bamberg eine sehr bewährte und nachgefragte Schulart sei, dessen Fortbestand sowohl der Stadtrat als auch der Kreisrat garantieren müssen. Sie ist etwas Besonderes, weil der Aspekt „Wirtschaft“ im Fokus steht und die Ausrichtung auf die spätere Berufspraxis in Bereich Wirtschaft und Verwaltung eine sehr große Rolle spielt.

Im Hinblick auf die Finanzierung der Kosten für die Bamberger Schulen, die immerhin von der Stadt Bamberg einen hohen jährlichen Zuschuss von 5 Millionen Euro bedeuten, führte MdL Heinrich Rudrof aus, dass auch der Landkreis über den „Zweckverband Gymnasien“ und den „Zweckverband Berufsschulen“ an den Kosten beteiligt sei. „Über eine Erweiterung des „Zweckverbands Berufsschulen“ in einen „Zweckverband berufliche Schulen“ könnte und sollte man nachdenken. Ich begrüße es sehr, dass den beruflichen Schulen gerade in der jetzigen Zeit eine höhere Aufmerksamkeit geschenkt wird“, so MdL Rudrof, „und man damit der beruflichen Bildung wieder einen höheren Stellenwert einräumt.“

Schulleiter Martin Mattausch wünschte sich von MdL Heinrich Rudrof, dass er sich bei Kultusminister Spaenle dafür einsetzen möge, dass der Schulversuch der 5-stufigen Wirtschaftsschule auf mehr als die bisherigen fünf teilnehmenden Wirtschaftsschulen ausgeweitet wird. Dieser Schulversuch lässt die Wirtschaftsschule bereits mit der 6. Jahrgangsstufe beginnen.

Die Schüler waren allesamt beeindruckt, dass sie an diesem Tag engagierte Politiker so hautnah erleben und mit ihnen diskutieren durften. Deshalb sprachen sie sich dafür aus, dass diese Informationsfahrt in den Bayerischen Landtag auch im nächsten Jahr wieder durchgeführt wird!

Schülerinnen und Schüler der Klassen 10 a und c der Graf-Stauffenberg-Wirtschaftsschule Bamberg