Sozialkunde live

Am Montag, 19. Oktober, besuchte die Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner die Graf-Stauffenberg-Wirtschaftsschule, um im Musiksaal mit unseren Abschlussklassen zu diskutieren.

Zunächst sprach Emmi Zeulner über ihren Lebenslauf. Sie ist 1987 in Lichtenfels geboren, stammt aus einer Gastwirtsfamilie und hat vier Geschwister. Ihre Verbindung zu Bamberg besteht dahingehend, dass sie hier die Maria Ward Realschule und die BOS Bamberg besucht hat. Sie ist examinierte Gesundheits- und Krankenpflegerin und hat bis zu ihrem Bundestagsmandat Volkswirtschaftslehre (Studienfach European Economic Studies) an der Universität Bamberg studiert.

Befragt zu ihrem Weg in die Politik führte die Bundestagsabgeordnete aus, dass sie seit 2008 als Stadt- und Kreisrätin in Lichtenfels aktiv ist. Im Januar 2013 wurde sie von der CSU als Direktkandidatin zur Bundestagswahl für den Bundestagswahlkreis Kulmbach nominiert. Es handelt sich hierbei um den ehemaligen Wahlkreis von Karl-Theodor zu Guttenberg, ein Wahlkreis, der seit 1950 immer mit großer Mehrheit an die Union gefallen ist. Bei der Bundestagswahl am 22. September 2013 erzielte sie mit 56,9 % das beste Erststimmenergebnis in Oberfranken. Sie ist die jüngste Frau, die 2013 direkt in den Bundestag gewählt wurde. In der jetzigen 18. Legislaturperiode des Deutschen Bundestags ist sie ordentliches Mitglied im Gesundheitsausschuss sowie stellvertretendes Mitglied in den Ausschüssen für Ernährung und Landwirtschaft sowie Verteidigung. Emmi Zeulner versteht Politik als Dienst am Menschen, weil jede Entscheidung dahingehend geprüft werden muss, wie sie sich letztendlich auf die Bürgerinnen und Bürger auswirkt. Als junger Mensch liegen ihr die Chancen der jüngeren Generation genauso am Herzen wie die Anerkennung der Leistung der Älteren.

Weitere Kernthemen der auf Grund der vielen Wortmeldungen sehr angeregten Diskussion waren die Generationengerechtigkeit, die Definition von Familie und das damit zusammenhängende Ehegattensplitting sowie die Flüchtlingsproblematik. Hier waren sich alle darüber einig, dass im Nahen Osten ein Frieden geschlossen werden müsse, der sich nur unter Einbindung aller Konfliktparteien erreichen lasse. Die Schüler äußerten den Wunsch, dass die Abgeordnete die Schule auch im nächsten Jahr wieder besuchen soll.