Mensch ist Mensch – Heimweh, Hilfe, Heimat

An der “Blauen” geht es um Fluchterfahrungen und Integration

Bamberg – Wo sonst, wenn nicht in Bayern, sollte man sich mit der Notwendigkeit auskennen, dass der Mensch Heimat braucht und sichere Lebensumstände, damit er ein menschenwürdiges Leben führen kann.

Seit fünf Jahren gibt es in Bayern ein Finanz- und Heimatministerium und lange bevor das installiert wurde, hat man in Bayern nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges und in seiner Folge knapp zwei Millionen Menschen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten und aus dem Sudetenland aufgenommen. Die Integration der Heimatvertriebenen lief, weil die Bayern damals selbst schwere Not litten, nicht immer reibungslos und gerecht. Aber am Ende siegte doch meist die Mitmenschlichkeit.

So auch ganz aktuell, wenn es darum geht, den Menschen, die seit dem Sommer 2015 als Flüchtlinge aus den Kriegsgebieten im Nahen Osten und in Nordafrika zu uns nach Deutschland gelangt sind, menschenfreundlich zu begegnen.

Als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ widmet sich die Graf-Stauffenberg-Wirtschaftsschule schon seit geraumer Zeit verstärkt dem Thema der Fluchterfahrung, der Integration und den damit verbundenen Fragestellungen, die derzeit die gesellschaftlichen Diskussionen prägen und bestimmen.

Schülerinnen und Schüler übernehmen Verantwortung

Eine Gruppe von engagierten Schülerinnen und Schülern bereitet augenblicklich in einem mehrtägigen Workshop zusammen mit einem Team der Innovativen Sozialarbeit Bamberg (iSo) sowie Kolleginnen und Kollegen aus dem Lehrerkollegium der Blauen Schule einen Abend zur Thematik „Mensch ist Mensch – Heimweh, Hilfe, Heimat“ vor.

Am kommenden Dienstagabend (27.11.2018) findet unter dieser Überschrift ab 19 Uhr

in der Sporthalle der Graf-Stauffenberg-Wirtschaftsschule ein Podiumsgespräch statt.

Zu Wort kommen an diesem Abend vor allem auch Schülerinnen und Schüler der Schule, die Fluchterfahrungen machen mussten. Außerdem natürlich Jugendliche, die hier geboren sind. Erfahrene Mitarbeiter in der Flüchtlingshilfe werden sich den Fragen der Schülerinnen und Schüler stellen. Aber auch die Schüler-Eltern sollen Fragen stellen und Gäste aus der ganzen Stadt.

Die Stauffenberg-Schülerinnen und -Schüler haben einen Filmclip mit der Überschrift „Good News“ gestaltet, der als Einstieg in die Abendveranstaltung gezeigt wird.

Auf dem Podium werden dann Mirjam Elsel, die Pfarrerin von Hirschaid und Buttenheim und Koordinatorin für die Arbeit mit Flüchtlingen im Dekanatsbezirk, Stellung nehmen. Außerdem werden Riccardo Schreck, Jugendsozialarbeiter für Integration an der Berufsschule II, Mitra Sharifi-Neystanak, stellvertretende Vorsitzende des Bamberger Migrations- und Integrationsbeirates, und Schülerinnen und Schüler der Wirtschaftsschule, die Fluchterfahrungen erleiden mussten, die Diskussionsrunde bereichern.

 

Bedrängnisse aufzeigen

Die Veranstaltung soll Einblicke ermöglichen in die seelischen Bedrängnisse und den Lebensalltag Flüchtender. Ebenso soll der Fokus auf diejenigen Menschen und ihre komplizierte und oft auch kritisierte Arbeit gerichtet sein, die sich tagtäglich uneigennützig in der Flüchtlingshilfe engagieren.

Oberbürgermeister Andreas Starke, Schulleiter Martin Mattausch und Sandra Ender, die stellvertretende Leiterin der städtischen Sozialarbeit bei der iSo,  werden Grußworte sprechen und Impulse geben.

https://www.iso-ev.de/News/show/titel/Sandra+Ender+ist+stellvertretende+Gesch%26auml%3Bftsf%26uuml%3Bhrerin+bei+iSo/newsId/1061

https://www.iso-ev.de/Kompakt/showprofile/userId/71/name/Ender_Sandra