“Gespräch mit jungen Leuten” – Bürgermeister an der Wirtschaftsschule

Dr. Christian Lange,  2. Bürgermeister der Stadt Bamberg, besuchte am 25. Januar 2017 die Graf-Stauffenberg-Wirtschaftsschule, um die Schüler der Abschlussklassen zu informieren und mit ihnen zu diskutieren.

Als Referent für Bildung, Kultur und Sport stellte er seine Aufgabenbereiche vor und zeigte somit seine unmittelbare Verantwortung und Verbundenheit für diese kommunale Einrichtung, die in diesem Jahr ihr 95-jähriges Bestehen feiert, auf.

Der Kommunalpolitiker ging kurz auf Entwicklungen im letzten Jahr ein. So veränderte sich auf Bestreben des Bundes die Struktur der “Ankunfts- und Rückführungseinrichtung” (ARE), ohne dass eine Rücksprache mit der Stadt erfolgte.

Die Installierung des Ausbildungs- und Fortbildungszentrums der Bundespolizei generiert für die heimische Wirtschaft ein Investitionsvolumen von 250 Mio. €. Die Ansiedlung der Firma Brose lässt auf steigende Zahlungen bei der Gewerbesteuer hoffen.

Im Rahmen des ICE-Ausbaus hat man sich im Stadtrat gegen eine Ostumfahrung ausgesprochen, um das Wasserschutzgebiet zu sichern.

Bei der Konversion des ehemaligen US-Standortes steht der Kauf der Lagard- Kaserne seitens der Stadt kurz vor dem Abschluss. Geplant ist hier die Ansiedlung des Digitalen Gründerzentrums, des Anwenderzentrums Gesundheitswirtschaft und der Cyber Crime Unit.

Für das Jahr 2017 führte der Schulreferent drei wichtige kommunale Kernthemen an:

  • Zum Ersten soll im Stadtrat darüber diskutiert werden, inwieweit im Kontext der inneren Sicherheit Videoüberwachung an öffentlichen Plätzen (ZOB, Bahnhof) sinnvoll ist.
  • Zum Zweiten sollen im Rahmen des Ausbaus von Kindertagesstätten 200 neue Plätze geschaffen werden, da Bamberg als einzige Stadt in Oberfranken aufgrund einer höheren Geburtenzahl und vermehrten Zuzügen wächst.
  • Und zum Dritten soll im Bereich der Schulhaussanierungen geprüft werden, ob die “Blaue Schule” in ein Förderprogramm des Freistaates Bayern aufgenommen werden kann.

In der sich anschließenden regen Diskussion wurde u.a. über die Anerkennung von Flüchtlingen, die Regelung der Sperrstunde im Stadtbereich und die Chancen einer Realisierung hinsichtlich Sanierung bzw. Neubau der Wirtschaftsschule debattiert. Zu letzterem bemerkte der Bürgermeister: “Wer in Bildung investieren will, muss die Unternehmen stärken.”

In einem kurzen Schlusswort bedankte sich Schulleiter OStD Martin Mattausch bei dem Referenten mit dem Hinweis auf eine erneute Einladung im kommenden Schuljahr.

 

 

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