Emilia Romagna – Land der Romantik und des Weißweins

Vom 7.04-12.04.2019 machten sich die Klassen 10 b und 11 a in Begleitung von StRin Barbara Kretschmer, StD Bernd Krügel und OStR Markus Baumüller auf die weite Reise nach Italien. Ziel der Abschlussfahrt war Rimini, die alte Römerstadt, die vielen in Deutschland als traumhafter Badeort an der Adria bekannt ist. Strand und Meer waren gerade einmal 400 m vom komfortablen 3-Sterne-Hotel Bamby entfernt und doch waren sie bei den doch noch recht frischen Temperaturen im April nicht Hauptakt der Reise.

Kultur stand auf dem Programm, in einer sicherlich sehr abwechslungsreichen und schülergerechten Form. Am ersten Tag besuchten die beiden Klassen die kleine mittelalterliche Stadt Santarcangelo. Auf einem der sanften Hügel im Umland von Rimini gelegen, bezauberte sie die Schüler mit verwinkelten Gassen, mystisch anmutenden Grotten, einer romantischen mittelalterlichen Burg des die Region beherrschenden Malatesta-Geschlechts, einer noch intakten Druckerei aus der Renaissance und einem sehr originellen Museum, in dem 14.000 Knöpfe aus unterschiedlichsten Epochen mit den lustigsten und skurrilsten Motiven zu besichtigen waren.

Auch der zweite Tag empfing die Schüler mit einem Highlight: Die Weltkulturerbestadt Urbino. Der bombastische Palazzo Ducale mit Kunstschätzen aus mehreren Jahrhunderten beeindruckte auch den ein oder anderen weniger Kunstbeflissenen. Zudem ist Urbino die Geburtsstadt des weltberühmten Malers Raffael, der zu seiner Zeit als noch bedeutender als Michelangelo oder Leonardo da Vinci galt und auch als Baumeister des Petersdomes in Rom in den Büchern der Architektur seine Spuren hinterließ. Sein Geburtshaus stand ebenso auf dem Programm wie ein Stadtrundgang durch die einzigartige Renaissance-Stadt.

Der dritte Tag war der größten Stadt der Region Bologna gewidmet. Ein Spaziergang durch die insgesamt über 40 km führenden Arkaden bleibt den Schülern sicherlich ebenso in guter Erinnerung wie die Begehung eines der über 100 m hohen mittelalterlichen Wohntürme, von dessen Spitze man einen herrlichen Blick über die Stadt und die im Frühling erblühenden Hügel des Apennin hatte. Die größte Pfarrkirche der Welt St. Petronio und die sieben unter dem Namen des Heiligen Stefan geführten Kirchen aus unterschiedlichsten Epochen zeigten einmal mehr die Vielfalt der Baukunst Italiens. Abgerundet wurde der Tag durch die kulinarischen Verführungen, die Bologna bekannt als Paradies für Gourmets und Heimat der Tortellini bereithielt.

Einen Spaziergang durch Rimini machten die beiden Klassen am letzten Tag. Die Stadt, in der sich die 2000 Jahre alten Römerstraßen Via Emilia und Via Flaminia kreuzen, wusste durch einen noch erhaltenen römischen Fischmarkt, römische Stadttore und Amphitheater zu bestechen. Höhepunkt des Tages war sicherlich der Besuch der ältesten öffentlichen Bibliothek Italiens, die schon am Ende der Renaissance für jedermann, zugänglich war. Nur für die Schüler der Wirtschaftsschule wurden die historischen Säle geöffnet. Werke, die teilweise über 300 Jahre alt waren, konnten betrachtet werden und erzählten eine ganz eigene Geschichte der Bildung. Alles in allem gab es während der 6-tägigen Abschlussfahrt also viel zu erleben. Beeindruckende Architektur, opulente Kunstschätze, leckeres Essen, ausgiebige Abendsessions am Strand, Badeeinlagen im noch recht kühlen Meer etc. machten die Reise rundum perfekt. V.a. die angenehme Stimmung unter den Schülern und natürlich Lehrern zeigte, dass alle auf ihre Kosten kamen. Wir sind ein Team, egal in welcher Pfütze du stehst!