“Eine etwas andere Fortbildung” – Kolleginnen und Kollegen begegnen Hospizhelfern

Einen nachdenklichen Nachmittag mit viel emotionalem Tiefgang erlebte ein Teil des Kollegiums bei seinem Besuch im Hospizhaus Bamberg. Die Hospizhelferin Ingeborg Fietz und der Koordinator Stephan Lamprecht gewährten Einblicke in ihren Dienst an Menschen, die am Ende des Lebens stehen.

Ingeborg Fietz ist eine Hospizhelferin der 1. Stunde. Seit rund 20 Jahren begleitet Sie sterbende Menschen auf ihrem letzten Weg. Sie berichtete den Kolleginnen und Kollegen von Begegnungen mit Sterbenden, die ihr in Erinnerung geblieben sind. Bei aller Tragik und Emotionalität, die in den Einzelschicksalen steckt und die viele der Kolleginnen und Kollegen berührte, erstaunte, dass Frau Fitz viel Freude ausstrahlt und eine humorvolle Person ist. „Man könnte Ihnen stundenlang zuhören“, meinte eine Kollegin am Ende des Vortrags. In bildhafter Sprache ließ Frau Fitz neben vielen anderen Personen ebenso den Mann wieder auferstehen, der daran verzweifelte, dass er seine Frau mit den Kindern alleine lassen muss, wie die Bäuerin, der als letzter Wunsch ihre Lieblingshenne, das „Hennala“ ans Bett gebracht wurde. Geschichten, die zu Tränen rühren und Geschichten, die einen auch wieder lächeln lassen.

Für den hauptamtlichen Koordinator Stephan Lamprecht war die Motivation, sich ganz der Palliativarbeit zu widmen, seine Erfahrung im Pflegedienst eines Altenheims. „Wenn es ans Sterben gegangen ist, haben viele Pflegerinnen und Pfleger die Zimmer gemieden, in denen sich ein Leben dem Ende entgegen neigte.“ Er ist gerade dann in diese Zimmer gegangen, um den Sterbenden beizustehen. So entstand bei ihm das Interesse, sich ganz diesem Dienst zu verschreiben und die Begleitung Sterbender zum Hauptinhalt seiner Tätigkeit werden zu lassen.  Er informierte die Lehrerinnen und Lehrer auch über Angebote der Trauerarbeit, die der Hospizverein veranstaltet. Gerade die Trauergruppe für Kinder legte er dem Kollegium ans Herz.

„Eine etwas andere Lehrerfortbildung, eine mit Tiefgang“, wie Schulleiter Martin Mattausch es ausdrückte, hinterließ bei den Kolleginnen und Kollegen bleibenden Eindruck.