Die Klasse 8b besucht die Hugenottenstadt Erlangen

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In Frankreich verfolgt und in Franken integriert – die Hugenotten in Erlangen

„Was hat eigentlich Erlangen mit dem Sonnenkönig Ludwig XIV. zu tun?“

Diese Fragen stellten sich 25 SchülerInnen der Klasse 8b, als sie am 24.10.2016 mit Frau Amann und Frau Neubauer die Stadt Erlangen erkundeten. Sie kamen vor allem zu der Erkenntnis, dass es Erlangen ohne den Sonnenkönig Ludwig XIV., der von 1638 bis 1715 in Frankreich herrschte, gar nicht mehr geben würde.

 

Dieser hatte nämlich die französischen Protestanten, „Hugenotten“ genannt, in seinem Land verfolgt oder getötet, weil sie sich nicht damit abfinden wollten, dass der katholische Glaube 1685 im Zuge des Absolutismus zur Staatsreligion in Frankreich erklärt und damit alle Andersgläubigen verfolgt oder getötet wurden.

So kamen unter Markgraf Christian Ernst im Jahr 1680 1000 Hugenotten nach Erlangen und wurden in der eigens für sie angelegten Neustadt angesiedelt – verglichen mit den aktuellen Flüchtlingszahlen eine übrigens immens hohe Zahl, da die Einwohnerzahl der damaligen Erlanger Altstadt gerade mal 500 betrug.

Erlangen profitierte von den Neuzugängen in doppelter Hinsicht: die überaus fleißigen und handwerklich sehr begabten Hugenotten verhalfen der Stadt in der damaligen Zeit zu wirtschaftlichem Ruhm und großer Bekanntheit. Ohne die Hugenotten und ihre handwerklichen Künste wäre Erlangen wohl im Laufe der Zeit bedeutungslos geworden und von der großen Nachbarstadt Nürnberg einverleibt worden.