Auf Tuchfühlung mit unseren Schülern – Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner

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Emmi Zeulner diskutiert mit den Abschlussklassen

Am Dienstag, den 14. November 2017, besuchte die Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner die Graf-Stauffenberg-Wirtschaftsschule um im Musiksaal mit unseren Abschlussklassen zu diskutieren.

 

Zunächst sprach Emmi Zeulner über ihren Lebenslauf. Sie ist 1987 in Lichtenfels geboren, stammt aus einer Gastwirtsfamilie und hat vier Geschwister. Ihre Verbindung zu Bamberg besteht dahingehend, dass sie hier die Maria Ward Realschule und die BOS Bamberg besucht hat. Sie ist examinierte Gesundheits- und Krankenpflegerin und hat bis zu ihrem Bundestagsmandat Volkswirtschaftslehre (Studienfach European Economic Studies) an der Universität Bamberg studiert.

 

Befragt zu ihrem Weg in die Politik führte die Bundestagsabgeordnete aus, dass sie seit 2008 als Stadt- und Kreisrätin in Lichtenfels aktiv ist. Im Januar 2013 wurde sie erstmalig von der CSU als Direktkandidatin zur Bundestagswahl für den Bundestagswahlkreis Kulmbach nominiert. Es handelt sich hierbei um den ehemaligen Wahlkreis von Karl-Theodor zu Guttenberg, ein Wahlkreis, der seit 1950 immer mit großer Mehrheit an die Union gefallen ist. Bei der Bundestagswahl am 24. September 2017 erzielte sie mit 55,4 % das beste Erststimmenergebnis aller bayerischen Bewerber. Die 30-Jährige übernimmt gerne politische Verantwortung und versteht diese als Dienst am Menschen. Denn jede Entscheidung muss dahingehend geprüft werden, wie sie sich letztendlich auf die Bürgerinnen und Bürger auswirkt. Als junger Mensch liegen ihr die Chancen der jüngeren Generation genauso am Herzen wie die Anerkennung der Leistung der Älteren.

 

Oberstudiendirektor Martin Mattausch sieht die derzeitige Finanzierung der Städtischen Wirtschaftsschule als Problem an. Seiner Meinung nach sollte der Landkreis über den Zweckverband stärker an den Kosten der Bamberger Wirtschaftsschule beteiligt werden. Deshalb wäre in diesem Zusammenhang endlich eine Erweiterung des „Zweckverbands Berufsschulen“ in einen „Zweckverband berufliche Schulen“ notwendig. Und Martin Mattausch hatte noch eine weitere Bitte an Emmi Zeulner: Denn es gibt mittlerweile den Schulversuch „5-stufige Wirtschaftsschule“, bei dem die Wirtschaftsschule nicht wie bisher mit der 7., sondern bereits mit der 6. Klasse beginnt. Momentan ist weder eine Wirtschaftsschule in Oberfranken noch eine kommunale Schule für diesen Schulversuch ausgewählt worden. Deshalb möge sich die Abgeordnete dafür einsetzen, dass die Bamberger Wirtschaftsschule für diesen Modellversuch mit ausgewählt wird.

Weitere Kernthemen der auf Grund der vielen Wortmeldungen sehr angeregten Diskussion waren der Fachkräftemangel, die Definition von Familie, die Meinungen zum Tragen einer Burka in der Öffentlichkeit sowie die Flüchtlingsproblematik.

Die Schüler äußerten den Wunsch, dass die Abgeordnete die Schule auch im nächsten Jahr wieder besuchen soll.

Schülerinnen und Schüler der Klasse 10 a