500 Jahre Martin Luther – warum feiern wir dies Ereignis eigentlich?

Um der Frage auf den Grund zu gehen, warum das Jahr 2017 ganz im Zeichen Luthers steht, begaben sich die Klassen 7a,b und c am 26. April 2017 mit den Religions- und Geschichtslehrern Frau Kretschmer, Frau Neubauer und Herrn Olbrich auf Spurensuche – gar nicht weit entfernt von Bamberg lebte und wirkte nämlich der Theologie und Reformator Martin Luther.

Die erste Station unseres Tagesausflugs war die Wartburg, wo Luther ein Jahr lebte und die Bibel vom Lateinisches ins Deutsche zu übersetzen – ein wichtiger Meilenstein schon deshalb, weil damit die Bibel für alle im Volk verständlich wurde.

Zuvor war Luther vom Papst gebannt und vom deutschen Kaiser geächtet worden, weil er mit seinen 95 Thesen, die er am 31.10.1517 an die Schlosskirche zu Wittenberg schlug den Ablasshandel der katholischen Kirche kritisierte. Durch Ablassbriefe konnten sich die Menschen nämlich damals mit Geld von ihren Sünden frei kaufen und hofften so nach dem Tod nicht ins Fegefeuer zu kommen.

Luther war nach dem Ereignis in Wittenberg für „vogelfrei“ erklärt worden, weil er nach Meinung der Kirche Gott lästerte und die vor allem die Mächtigen in Frage stellte. „Vogelfrei“ bedeutete damals, dass jeder im deutschen Reich Luther hätte auf offener Straße töten dürfen. Um dies zu verhindern, war Luther vom sächsischen Kurfürsten Friedrich dem Weisen gefangen genommen und auf die Wartburg gebracht worden. Hier genoss Luther den Schutz vor Papst und Kaiser.

Als zweite Station steuerten wir Erfurt an, wo Luther zunächst Rechtswissenschaften studiert, bevor er sich entschloss Mönch zu werden und ins Schwarze Augustiner Kloster zu gehen.