QmbS – Qualitätsmanagement an beruflichen Schulen

Das QmbS-Team der Graf-Stauffenberg Wirtschaftsschule.

Schulentwicklung ist ein Prozess, der an der Graf-Stauffenberg-Wirtschaftsschule Bamberg schon immer stattfand. Seit jeher sind die Schulleitung und alle Lehrer darauf bedacht, Qualität von Schule und Unterricht zu sichern bzw. zu steigern.  Einen Ansatzpunkt bzw. ein Hilfsmittel um diese Herausforderung zu bewältigen, bietet der Einsatz des Qualitätsmanagementsystems „QmbS“ –Qualitätsmanagement an beruflichen Schulen.

 

QmbS besteht aus diesen fünf Bausteinen:

1. Schulspezifisches Qualitätsverständnis (SQV):
Im schulspezifischen Qualitätsverständnis formuliert die Schule ihre strategischen Qualitätsziele, für die im Wesentlichen drei Faktoren bestimmend sind: Die bildungspolitischen Leitlinien für die Weiterentwicklung der Schul- und Bildungslandschaft, die Qualitätsforderungen, die sich aus den Ergebnissen der externen und internen Evaluation ableiten lassen sowie die schulspezifischen, profilgebenden Entwicklungsziele, die sich die Schule selbst setzt. Im SQV bestimmt die Schule ihre Qualitätsansprüche, an denen sie sich auch messen lassen muss. Diagnostizierte Unterschiede stellen dann wiederum die Basis für die zukünftige Schulentwicklungsarbeit dar.

2. Prozesssteuerung:
Entscheidend für die Nachhaltigkeit schulischer Qualitätsprozesse ist eine professionelle Prozesssteuerung, die zu den Aufgaben der Schulleitung gehört. Eine Projektsteuergruppe (QmbS-Team) gewährleistet die Einhaltung, Transparenz und Nachhaltigkeit schulischer Prozesse. Neben der Schulleitung gehören Vertreter möglichst aller Fachgruppen, der Personalvertretung und der Verwaltung dem QmbS-Team an.

3. Individualfeedback:
Lehrkräfte, Funktionsträger und die Mitglieder der Schulleitung holen sich regelmäßig, z. B. mit Hilfe von schriftlichen Befragungen oder Interviews eine individuelle Rückmeldung von Beteiligten (Schülern, Kollegen, Bildungspartnern) ein, die nach bestimmten, vorher vereinbarten Regeln abläuft. Das Feedback soll als Impuls zur persönlichen Weiterentwicklung sowie zur Optimierung der unterrichtlichen Arbeit genutzt werden. Deshalb verbleiben die Feedbackdaten ausschließlich in der Hand des Feedback-Nehmers.

4. Interne Evaluation:
Die Schule erhebt in regelmäßigen Abständen fundierte Daten, die ausschließlich dem schulinternen Gebrauch dienen. Die interne Evaluation kann die Organisation als Ganzes oder auch nur Teilbereiche umfassen. Die Analyse und Interpretation des Datenmaterials übernimmt die Schule selbst. Die Evaluation dient z. B. dazu, Soll-Ist-Diskrepanzen aufzudecken sowie Leistungsstand, Stärken, aber auch Entwicklungsmöglichkeiten einer Schule oder von Abteilungen bewusst zu machen und daraus Erhaltungs-, Verbesserungs- und Entwicklungsziele abzuleiten (vgl. SQV).

5. Externe Evaluation:
Ein Team aus qualifizierten schulischen und außerschulischen Fachleuten ergänzt die interne Evaluation um eine systematische Außenbetrachtung der evaluierten Schule und hält die Ergebnisse in einem Evaluationsbericht fest. Das Evaluationsteam untersucht Bedingungen, Prozesse und Ergebnisse der gesamten Schule auf der Basis sozialwissenschaftlicher Methoden. Die Bewertung der Prozesse wird der Schule in Form eines strukturierten Berichts rückgemeldet. Die darin enthaltenen Empfehlungen dienen der Weiterentwicklung des schulischen Qualitätsverständnisses (SQV).